
| Interview mit Volker Weiß |
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| Teamrider, ex BX-Rider, Freerider, 2x King of the Forest, 2x zweiter beim Longboardclassic und mehrfacher Weltmeister im Sandboarding. mehr |
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| Interview mit Josef Holub |
Vertriebs- und Marketingleiter LTB Snowboards und SALEBRA Boardwear in Deutschland
Dein Leben und Du? Ich wurde vor 34 Jahren in Prag, in einer sehr sportlichen Familie geboren. Wie auch meine zwei jüngeren Brüder, habe ich zuerst Sportschulen besucht und anschließend an der Handelsakademie für Außenhandel studiert. Als Leistungssport habe ich Leichtathletik, Handball, Schwimmen, Wasserball, Snowboarding betrieben und nebenbei noch als Hobby Triathlon, Ski, Langlauf, Beachvolleyball, Fahrrad uvm. Nach einer schweren Knieverletzung beim Handball sollte ich eigentlich mit dem Sport komplett aufhören, nach Ansicht der Ärzte. Mit Willenstärke, einer Knieorthese und Muskulaturaufbau kann man einiges ersetzen, um wenigsten als Hobbysportler aktiv zu bleiben. Vor 12 Jahren kam ich nach Deutschland, um eine neue berufliche Herausforderung zu suchen. Seit 5 Jahren bin ich mit meiner deutschen Frau glücklich verheiratet und habe zwei Kinder. Vor 9 Jahren habe ich die Firma Pragma Sportartikel, als Vertrieb von tschechischen Sportherstellern gegründet. Mit geringem Kapital, minimalen Marktkenntnissen und ohne Snowboardvergangenheit in Deutschland, war es richtig schwer. Durch intensive Arbeit, positives Denken und enorm große Zeitinvestition ist mir gelungen, die Marken LTB Snowboards und SALEBRA Boardwear in mehr als 50 Board-Core-Shops zu platzieren, eine aufwendige Promo-Tour mit 40 Testtagen und über 3.000 Besucher auf die Beine zu stellen, drei Teams mit mehr als 35 Sportlern aufzubauen und durch ehrliche Zusammenarbeit mit Händlern eine gute Grundlage für eine Umsatzsteigerung zu schaffen. Du und Snowboarding? Ich habe früher jedes Wochenende in unserem Haus im Gebirge verbracht und bereits vor 16 Jahren mit Snowboarding begonnen, mit Skiboots und hausgemachten Snowboards meines Cousins, die ich auch mitproduziert habe. Ich bin Contests gefahren (Top 6 1990-1993), habe als Manager des Snowboardverbandes gearbeitet, Rennen organisiert, Halfpipes gebaut und das CZ-Snowboardteam betreut. In der letzten Saison 2004-5 war ich nur 30 Tage im Schnee und 50.000 km zwischen Kunden, Büro, Herstellern und Bergen mit dem Auto unterwegs. Durch Knie- und Schulterverletzungen habe ich bereits vor Jahren mit Tricks aufgehört und gehöre zu den älteren Snowboardern, die gerne und sauber auf der Piste carven, aber am liebsten im sicheren Tiefschnee ihre Lines ziehen. Lieblingsbrett? Natürlich habe ich Bretter in der Kollektion von LTB Snowboards, die ich besonders gerne fahre. Auf der Piste ist es das stark taillierte, harte und reaktionsschnelle Gun 164 cm und abseits dann das Freerider Extreme 170 cm Medium. Aber meistes fahre ich das, was gerade auf unserem Teststand übrig bleibt und somit teste ich sämtliche Bretter aus der großen Kollektion von LTB Snowboards. |
Welche Trends kann man auf dem Snowboardmarkt beobachten? Sich auf dem Snowboardmarkt zu orientieren, ist schon für Erfahrene und Händler nicht gerade einfach. Mehr als 300 verschiedene Labels kämpfen mit unterschiedlichen Werbemaßnahmen um die Kunden. Tatsächlich produzieren in Europa aber nur ca. 30 Firmen Snowboards. Alle anderen lassen sie fremdfertigen und so entsteht ein Überangebot. Viele Firmen verkaufen aus Kompromissgründen nur weiche, leicht steuerbare und fehlerverzeihende Boards, damit die meisten Snowboarder mit wenig Können einfach und ohne viel Kraft zufrieden fahren können. Wenn man aber sportlich fahren und sich verbessern möchte, benötigt man leistungsstarke, reaktionsschnelle und mittelharte Bretter, wie die von LTB Snowboards. Weitere Trends sind besonders: - breite Boards - daher bei LTB 11 von 13 Serien auch in Wide und X Wide - twin tips Freestyler - Vinyl 2005-6, Pro PB 2005-6 - lange Boards - Extreme, Space, Classic, Supreme Für die zur Zeit angesagten Rails, gibt es auch spezielle Bretter. Ich bin aber kein großer Fan davon, da man mit diesen Boards abseits der Rails nicht richtig fahren kann. Snowboards sind generell für Snow - Schnee gebaut, und wenn man sie durch Rails, Box oder Treppen beschädigt, wollen es viele Snowboarder als Materialfehler reklamieren. Versuch es mit Felgenschäden durch einen Bürgersteig beim Autohändler. Der lacht Dich aus. Wo liegen die Stärken von LTB Snowboards? Hauptsächlich in der absolut einmaligen Kombination aus: - großer Auswahl, vielseitigen Designs, hochwertigem Katalog, aufwendiger Promo-Tour, großen Teams und kostenlosen Testboards, wie es bei großen Firmen üblich ist und zusätzlich aus - handgemachten Boards, limitierten Serien, Individualität, High-Tech Materialien, vorteilhaften Preise, großer Händlerspanne und keiner Überproduktion Wenn man sich mit dem Snowboardmarkt mehr beschäftigt, wird man schnell feststellen, dass keine andere Firma so etwas anbietet. Besonders hier liegt die Einmaligkeit von LTB Snowboards, die für immer mehr Snowboarder an Bedeutung gewinnt. Warum sind aber die LTB Snowboards nur selten zu sehen? Bei einer Fertigung von nur 1.000 Boards pro Jahr und beim Vertrieb in 7 Länder ist es nachvollziehbar, dass die Marke nicht überall zu sehen ist. Durch eine kleinere Produktion und dementsprechende Einnahmen sind unsere Werbemöglichkeiten begrenzt. Trotz langjähriger Erfahrung und bewährter Qualität haben wir aufgrund unseres Ursprungs leider ein deutlich schlechteres Image als ein Label aus den USA oder der Schweiz. Unser Vertriebsnetz in Deutschland ist noch relativ klein, da viele Händler große Marken mit langen Zahlungszielen oder billige No Names bevorzugen und sich für Fahrleistung und Firmenphilosophie wenig interessieren. Kompromisslos hochwertige Produkte für eine kleinere Zielgruppe haben es richtig schwer. Was wünscht Du Dir? Privat, dass wir alle gesund bleiben und meine Ehe weiterhin sehr harmonisch verläuft. Beruflich wünsche ich mir, dass sich Händler und Endverbraucher nicht nur oberflächlich für die Produkte interessieren. Werbung, Design, Marke und Preis ist doch nicht alles. Wichtig sit auch woher die Boards kommen, wie ist die Qualität, wie sind die Fahreigenschaften in der Praxis, wie ist die Firmenphilosophie uvm. Im Gebirge sollen die Snowboarder viel Spaß haben, auf die Natur achten und nach dem Motto "Buy without risk" die kostenlosen Testmöglichkeiten nutzen. Ich wünsche allen Sun und Powder in der Saison 2005-6. |
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